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Götzendämmerung der Nationalsozialisten in Hamburg

Hamburg Krimi PR Boris Meyn Foto AndreasHornoff Sturmzeichen

Bei Lesern sind Boris Meyns (Foto: Andreas Hornoff) historische Kriminalromane deshalb so beliebt, weil man sich ganz nebenbei über die Geschichte Hamburgs bilden kann. Der 9. Band von Meyns Bischop-Reihe spielt im aufkeimenden Nationalsozialismus des Jahres 1929. Nach positiven Vorstellungen des von uns betreuten Vorgänger-Bandes in der Brigitte, der WELT, dem Hamburger Abendblatt, dem Buchmarkt, der Hinz & Kunzt und im NDR Hörfunk hat der Rowohlt Buchverlag die PR für “Sturmzeichen” erneut in unsere Hände gelegt.

»Ich will das nationalsozialistische Deutschland nicht fiktionalisieren, sondern die Vorgänge damals aus zeitgenössischer Perspektive verständlich und nachvollziehbar darstellen.« Boris Meyn

Hamburg zwischen Swing und Schwarzem Freitag… Eine vergnügliche Woche will Journalistin Ilka Bischop in ihrer Heimatstadt Hamburg verbringen. Ihre Pläne werden durchkreuzt, als der jüdische Bankier Simon Bernstein – der auch noch ihr Mieter ist – tot aufgefunden wird. Statt sich zu amüsieren, ermittelt sie quer durch Hamburgs Unterwelten und politische Gruppierungen. Unterstützung und Insider-Informationen erhält sie von ihrem Freund bei der Kripo. Die NSDAP marschiert mit ihrer totalitären Ideologie nicht nur auf den Straßen auf, sondern treibt auch einen schmerzhaften Riss direkt durch Ilkas Familie und Freundschaften.
Daneben treibt die emanzipierte Mittdreißigerin die ganz private Frage um, ob sie schwanger ist – und wenn ja, von wem…

Reale Personen der Zeitgeschichte geben sich mit fiktionalen Figuren ein Stelldichein an Hamburger Orten, die die Stadt im Jahr 1929 und auch heute prägen.

Im neunten Band der historischen Krimireihe um die Familie Bischop nimmt Autor Boris Meyn seine Leser mit auf eine Reise ins Hamburg des aufkeimenden Nationalsozialismus: zwischen Weltwirtschaftskrise und Straßengewalt, zwischen Kokainfesten und Gangstern, zwischen Blutstreue und Freiheit in der Hansestadt.

Boris Meyn (Foto: Andreas Hornoff), geb. 1961, ist promovierter Kunst- und Bauhistoriker. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zur Hamburger Architektur- und Stadtgeschichte veröffentlicht und parallel dazu begonnen, historische Kriminalromane zu schreiben. Die Bände um die Bischops sind Bestseller. Der Autor lebt in Wotersen im Lauenburgischen. Bisher von Boris Meyn bei Rowohlt erschienen: »Der Tote im Fleet«, »Der eiserne Wal«, »Die rote Stadt«, »Der blaue Tod«, »Die Schattenflotte«, »Totenwall«, »Elbtöter« und »Fememord«.

Termine mit Boris Meyn:
Sa, 1.6.19, 14:30 Uhr, Lesung aus Sturmzeichen, Buchhandlung Boysen + Mauke, Gr. Johannisstr. 19, 20457 Hamburg

Boris Meyn
Sturmzeichen
Historischer Kriminalroman / Originalausgabe / 256 Seiten
Euro (D) 10,00 / Euro (AT) 10,30
ISBN: 978-3-499-27470-1
rororo / Erscheint am 21. Mai 2019

Bücherhelden erobern Schwimmbad, Zirkus und Tierheim!

Kinderkultur Hamburg PR VorleseVergnügen

Wir verantworten erneut die Pressearbeit für das Hamburger VorleseVergnügen.
PR Leseförderung Kinder
40 Autoren, 35 ungewöhnliche Orte, 5 Tage Mitmachlesungen: Vom 25. bis 29. Juni 2018 findet zum vierten Mal das Lesefestival Hamburger VorleseVergnügen für Kinder von 5 bis 14 Jahren statt. Ab sofort gibt es Programminfos und Tickets für die Live-Literatur-Veranstaltungen mit den Lieblingsbücherhelden, Hörspiellesungen, Comic-, Reim- oder Kunstworkshops. Ingo Siegner eröffnet das Festival mit dem kleinen Drachen Kokosnuss in der Flussschifferkirche. Martin Ebbertz gibt Gedichte für Kinder im Gelenkbus zum Besten. Stephanie Polák inszeniert die Suche nach Glück oder Geld im NDR-Fernsehstudio. Und Suza Kolbs tierische Haferhorde entert den Biohof Timmermann.
Auf Schienen und Rädern, im Schwimmbad, Zirkus, Tierheim, in der Kochschule und in den Nachbarschaftstreffs der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften: Quer durch Hamburg lassen 40 beliebte Autoren aus ganz Deutschland ihre Geschichten lebendig werden – vormittags an wechselnden Orten für Schulklassen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, nachmittags mit festem Anker in der Flussschifferkirche auf der Elbe.

Initiator und Programmgestalter des Hamburger VorleseVergnügens ist das Autorenteam „Hamburger Lesezeichen“ (Katja Reider, Cornelia Franz, Kai Pannen und Andreas Schlüter). Tickets für EUR 2,50 sind auf der Festivalwebsite erhältlich.

Als starke Partner sorgen der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften für tolle Veranstaltungsorte. Schirmherr der Lesewoche ist Schulsenator Ties Rabe.

„Beim 4. Hamburger VorleseVergnügen tummeln sich Bücherhelden wie Liliane Susewind, Luzifer Junior und Kokosnuss an Orten, die für Kinder spannend sind. Die witzigen, scharfsinnigen und nachdenklichen Geschichten verweben sich mit der echten Welt – große und kleine Menschen reisen seitenweise ins Land der Fantasie!“ Katja Reider, Autorenteam Hamburger Lesezeichen

Big is beautiful! Comic-Lesung und Kindertrubel in der Grindelallee

Lesung Hamburg Kinder

Was für ein Start! 2016 beginnen wir mutig, hieß es in unseren Einladungen. Mit drei Veranstaltungen haben wir unser wunderbares Wachstum gefeiert und staunen, ehrlich gesagt, nun doch ein bisschen über den Erfolg: Zwei ausverkaufte öffentliche Veranstaltungen, glückliches Publikum, berauschte Künstler, verrückte Kinder und wärmste Berichterstattung in den Medien.

“Ein herrlicher Abend!” (NDR 90,3)

Den Auftakt machte der Bild-Text-Battle zwischen Liefka Würdemann, Till Laßmann und Stephan Lomp: “Ein herrlicher Abend!”, resümmierte Sven Barske auf NDR 90,3, dem Radiosender mit dem höchsten Marktanteil in Hamburg. “So ein freundliches, offenes und zugewandtes Publikum erlebt man selten”, befand Sven – wir können nur zustimmen.

Das Beste daran: 90% der Lesungsgäste kannten wir gar nicht! Nicht wenige sagten, sie hätte das Licht und die Schaufenster-Deko angelockt – das freut uns besonders, da wir mit der Ausstattung des leerstehenden Ladengeschäfts in der Grindelallee 117 erst einen Tag vorher begonnen hatten. Eine Besucherin stieg spontan aus dem Bus aus, nachdem sie Nils Reuckers Interview mit Anika Stracke in der taz gelesen hatte. Wie auch immer, dieser Start war furios und alle waren sich einig: Das hätte nicht besser sein können. Eigentlich konnte es nur noch schlechter werden. Aber es kam ganz anders.

Die riesigen Live-Wimmelbilder an den Wänden bildeten den witzigen Wandschmuck für unsere Netzwerkveranstaltung zwei Tage später. Es wurde gequatscht, genetzwerkt, erzählt, gelacht und – gekickert: Endlich wurde der brandneue Tischkicker eingeweiht! Dass es am Sonntag bei der Kinderveranstaltung “Schmand an die Wand!” mit Till Laßmann weniger beschaulich und vernünftig zugehen würde als beim Netzwerken unter Erwachsenen, war irgendwie klar.

Zuckerschock und Bunkerparty

Wie viele Familien sich bei ausnahmsweise sonnigem Winterwetter auf den Weg machen würden, konnten wir vorher nicht absehen. Aber der Laden füllte sich prompt ab 14:00 Uhr so, dass die Kinder ziemlich bald den bunkerähnlichen Keller entdeckten und unten eine wilde Gegenparty mit Ticken, Verstecken und Star Wars-Gesängen entstand… Gar nicht so schlecht, weil dann oben genug Platz und Ölkreiden waren, damit immer 10 Kinder gleichzeitig die Bilder ausmalen oder eigene Kreationen auf Packpapier an den Wänden erschaffen konnten. Es muss nicht immer Bio sein, fanden wir und servierten gratis Kuchen aus der Packung, Schokoküsse, Traubenzucker, Schokotaler und Waffeln. Resultat Zuckerschock: Der Krabbeltunnel für die Kleinsten wurde zum heißbegehrten Statussymbol auch für die Großen und fortan rollte, fiel und taumelte immer mindestens ein auf 2 Meter Länge angewachsenes Raupenungetüm durch den Laden und die Leute. Um 17:30 haben wir die letzten rausgeworfen, wir waren einfach fix und feddich.

Als wir abends die letzten Neonvögel von der Decke holten, die Quittenzweige nach Hause trugen und die neuen Newsletteranmeldungen eintrugen, kamen dann Erleichterung und Entspannung hoch. Jetzt hat uns das Tagesgeschäft wieder fest im Griff, aber wir sind ganz sicher: Das war so gut, das machen wir wieder! 2017 kommt bestimmt.

Unser Dank geht an alle, die da waren, an alle, die wir neu kennengelernt haben, an die Künstler für ihre Kunst, an die Medien, an die Hamburg Kreativ Gesellschaft für den wunderbaren Raum und an die Fotografen Claudia Höhne, Johannes & Solveigh Patett und Stefan Möhler.