Author: Anika Stracke

Die eigene Kunst finden: Jugendliche ab ins Museum

kultur-pr museum kerstin schaefer

Im Frühjahr hat uns der Museumsdienst Hamburg beauftragt, mit klassischer Pressearbeit und Kultur-PR seine neue Projektreihe zu unterstützen: Als „Nicht-Museumsbesucher“ gelten Jugendliche aus bildungsfernen Familien zumeist. Mit der stadtteil- und museumsübergreifenden Projektreihe „Verankert in Hamburg – Stadtgeschichten neu entdeckt“ will der Museumsdienst Hamburg das ändern: Bis Ende 2017 sollen rund 350 Jugendliche aus Hamburger „Problembezirken“ mit dem Thema Museum in Berührung gekommen sein. 60 Jugendliche aus acht verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen nehmen an Workshops in acht Hamburger Museen teil.

Sie erforschen jeweils ein Kunst- und ein historisches Museum – und setzen die Objekte der Sammlungen in Bezug zu ihrem eigenen Lebensumfeld, zu ihrer Heimat, ihrem Stadtteil: Die Axt im Museum der Arbeit? Erinnert ans Scheiteschlagen zum Heizen im Wilhelmsburger Winter! Durch den integrierten Peer-Education-Ansatz lernen die Kinder und Jugendlichen gleichzeitig, wie sie Gleichaltrigen die Sammlungen vermitteln: Sie werden zu Botschaftern der Museen.

Eindrucksvoll zeigt der Film von Kerstin Schaefer, wie sich acht Lohbrügger Mädchen der Kunst Raymond Pettibons in der Sammlung Falckenberg annähern: Wann haben Sie zuletzt so viel Kraft, Neugier und Lust an der Kunst gespürt, wie sie diese 8- bis 14-jährigen Mädchen mühelos, ja verschwenderisch versprühen??

Unsere Strategie, den Medien das komplexe Konzept der Projektreihe durch Reportagestücke zu vermitteln, geht auf: Lokale wie überregionale Medien berichten glaubwürdig und authentisch von dem gar nicht so mühseligen Prozess. Besonders hat uns der Beitrag auf NDR.de über die Arbeit des Fotografen André Lützen mit Eimsbütteler und Eidelstedter Jugendlichen in den Deichtorhallen und im Jenisch Haus gefreut.

Viele der bisher entstandenen filmischen Museumsportraits und weitere Infos erteilt der Museumsdienst Hamburg.

Das Museum für Völkerkunde in Hamburg ist Gastgeber einer großen öffentlichen Zwischenbilanz der Reihe: Am 13. Oktober 2017 sprechen alle Beteiligten der Häuser über ihre Arbeit mit den Jugendlichen und präsentieren neue Filme.

“Verankert in Hamburg – Stadtgeschichten neu entdeckt” ist ein Projekt des Museumsdienstes Hamburg zusammen mit acht Hamburger Museen und unterschiedlichen Trägern der Jugendhilfe. Es wird gefördert vom Deutschen Museumsbund im Rahmen des Programms ‘Museum macht stark’ als Teil der bundesweiten Initiative „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Kulturmarketing für den Museumsdienst Hamburg

Kulturmarketing

Man steigt nie zwei Mal in denselben Fluss! So lautet wohl das Credo aller Beteiligten um unseren neuen Auftrag, ein neues Kulturmarketing-Konzept für den Museumsdienst Hamburg zu etablieren. Der Museumsdienst wird seit 2014 von Vera Neukirchen geleitet. Er gehört zur Stiftung Historische Museen in Hamburg. Er ist ein Info- und Beratungsservice für Besuchergruppen und Einzelbesucher – und dient als Netzwerkknotenpunkt zwischen Museen, Besuchern, Stiftungen, Behörden und Trägern. Zudem entwickelt der Museumsdienst Bildungs- und Vermittlungskonzepte für Museen, Stiftungen und Träger.

Als Teil der Markenführung für diese etablierte kulturelle und pädagogische Institution in der Hansestadt haben wir zunächst in einem Inhouse-Workshop mit der Leitung und dem engagierten Team relevante – und z.T. wenig beachtete – Eckpunkte rund um PR und Marketing herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage haben wir Empfehlungen für den Aufbau eines neuen PR-Verteilers, für die Informationsarchitektur der Website und für einen Newsletter ausgesprochen.

Viel Recherche, Analyse, Zuhören und Synapsenarbeit also. Für ein Team, das für seine Arbeit brennt. Und für eine Marke, der wir durch jahrelange Zusammenarbeit treu verbunden sind. Wir freuen uns sehr, die einzelnen Konzepte in diesem Jahr aufzusetzen, zu begleiten und umzusetzen. 2017 übergeben wir diese Kulturmarketing-Bereiche dann so an den Museumsdienst, dass das Team die Prozesse zeitgerecht und so effizient wie möglich selbst weiterführen kann. Und dann steigt man auch zum dritten und vierten Mal nicht in denselben Fluss.

Janz wat Neues: Blogger Relations, Netzwerkarbeit und PR für die Job-App Jobbler

Blogger Relations

“Freundliche Aushilfe gesucht auf 450-Euro-Basis!” Bei jedem zweiten Bäcker hängt so ein DIN-A-4-Zettel in der Eingangstür – ein hartnäckiges Überbleibsel aus dem analogen Zeitalter…

Die neue App Jobbler räumt damit jetzt auf: Hier treten Minijobsuchende in direkten Kontakt mit Arbeitgebern – lokal wie überregional. Arbeitgeber aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, aus dem Tourismus und dem Dienstleistungsbereich stellen ihre Anzeigen für sagenhafte 9 Euro im Monat auf der Plattform ein. Der Vorteil für Arbeitgeber und Bewerber gleichermaßen ist die extrem einfache Verwaltung und Handhabung. Und die Transparenz: Kommt man miteinander ins Geschäft, kann man sich gegenseitig bewerten. Zwischen digitalem und agilem Recruiting liegt diese App auch für Personaler und im HR-Bereich ganz weit vorne. Oliver Heringhaus, digital native und Naturliebhaber zugleich, ist Geschäftsführer der Jobbler GmbH und hat uns zur Markteinführung ins Boot geholt.

PR, Community Management und Blogger Relations

 
Seit Juni 2016 begleiten wir die Markteinführung in Deutschland mit zielgerichteter Online- und Offline-PR, betreuen den Unternehmensblog und die Facebook-Seite. Aufgeteilt in drei PR-Phasen widmen wir uns zuerst der Konsolidierung und Stärkung der Marke, indem wir die App in das viel verästelte Verbandswesen der Branchen tragen, für Clippings und Querverweise, Testimonials und Allianzen mit starken Partnern sorgen. Der Fokus liegt zunächst auf der Arbeitgeber-Seite – denn dass die Jobsuchenden auf so eine App nur gewartet haben, zeigt sich in den frappierend hohen iOS-Download-Zahlen im Store – ohne jede Werbung.

Wir freuen uns sehr über die neue Zusammenarbeit und über den Erkenntnisgewinn auf neuen Wegen! Und nicht zuletzt auch ganz persönlich auf viele Wiedersehen mit Bekannten, Partnern und Weggefährten, die wir im Rahmen des erfolgreichen und bekannten ESF-Projekts “ADWH – Akademie Digitale Wirtschaft Hamburg” kennengelernt haben. 🙂

Shiatsu, Massagen und Hula-Hoop. Wir beraten Sylke Drobeck.

sportmarketing copyright sylke drobeck

Seit 15 Jahren arbeitet Sylke Drobeck als selbstständige Sporttrainerin, Shiatsu-Lehrerin und Massage-Therapeutin. Wir beraten das sympathische weibliche Energiebündel im Bereich Sportmarketing und PR, so dass zum Relaunch Ende 2016 alles ineinander greift: Website, Flyer, suchmaschinenoptimierte Texte, passende Zeitpläne und Offline-Events.

Dazu gehören grundsätzliche Konzepte über die Zielgruppe und ihre lokale Verbreitung (Targeting) genauso wie konkrete Unterstützung und Tipps für den medienwirksamen Auftritt als Hula-Hoop-Expertin – ja, richtig gelesen. Besonders freuen wir uns darauf, Sylke öffentlichkeitswirksam bei der Umsetzung einer Massage-Tupper-Party zu unterstützen. Ja, wieder richtig gelesen. Bald verraten wir mehr.

Islamische Kunst? Kalligrafie? News from Aatifi

Aatifi c) Joachim Grothus Kunst-PR Islamische Kunst

“Die Arbeiten des deutsch-afghanischen Künstlers Aatifi zur modernen Interpretation ‘islamischer’ Kalligrafie zeigen auf beeindruckende Art und Weise, wie Elemente einer langen kultur- und kunstgeschichtlichen Tradition in seinen Malereien und Grafiken durch spektakuläre Neuinterpretationen zu neuem Leben erweckt werden.”

Prof. Dr. Stefan Weber, Museumsdirektor Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin

Mit seiner Einzelausstellung im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin (Foto: Joachim Grothus) im Jahr 2015 erlebte der afghanisch-stämmige Maler und Druckgrafiker Aatifi einen Quantensprung in seiner Vita. Für die Regionen Hamburg und Berlin führen wir seit Frühjahr 2016 einen Vernetzungsauftrag für den Künstler durch – mit den Zielen, Ausstellungen in Kunstvereinen und Museen zu initiieren und eine renommierte Galerie für den aufstrebenden Künstler zu finden.

Westliche Augen betrachten die geschwungenen Formen und Linien in intensiven Blau- und Rottönen zunächst als abstrakte Kunst mit einer dynamischen Bildsprache. Menschen aus islamisch geprägten Ländern erkennen vertraute und gleichzeitig fremdartige Zeichen. Der Künstler Aatifi vereint in seinen Arbeiten beides: Elemente der klassischen islamischen Kalligrafie genauso wie der zeitgenössischen Kunst. Beide treten in einen Dialog miteinander.

Geburtsort: Kandahar, Afghanistan

1965 geboren in Kandahar, stellten für Aatifi die arabischen Schriftzeichen schon als kleines Kind geheimnisvolle, lebendige Wesen dar. Er lernte die wichtigsten Stile der klassischen Schriftkunst beherrschen und begann sie schon früh – zum Unmut seiner Lehrmeister – abzuwandeln. Als ausgebildeter Kalligraf und studierter Maler – mit Studium an der Fakultät der Schönen Künste der Uni Kabul und der Hochschule für Bildende Künste Dresden – begann Aatifi, die Kalligrafie weiterzuentwickeln und mit Malerei zu verbinden. Im Laufe der Zeit ist daraus eine eigene, reduzierte Bildsprache entstanden. Eine Bildsprache, die seit 20 Jahren ohne jeden Textbezug auskommt.

“Meine Kunst ist nicht verbunden mit einem bestimmten Ort oder einem Land oder einer Religion. Sie ist purer ästhetischer Ausdruck!” — Aatifi

Selbst hergestellte Werkzeuge, selbst angerührte Farben

In seiner Acrylmalerei wie auch in der Arbeit mit Tusche verwendet Aatifi besonders breite, selbst hergestellte Pinsel, um die Formen in einem Zug durchziehen zu können. Für seine Malereien rührt er die Farbpigmente bis heute selber an.

Dialog der Geschichte(n)

Die Einzelausstellung “News from Afghanistan” von Aatifi im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin umfasste drei Dutzend Malereien und Grafiken, umgeben von islamischer Kultur aus 14 Jahrhunderten. Besonders spannungsreich war die Installation im Mschatta-Saal mit einer Palast-Fassade aus dem 8. Jahrhundert, der zwei monumentale magentafarbene Malereien gegenübergestellt waren.

Treten Sie in Kontakt mit uns!
Wir freuen uns, Sie mit dem in Bielefeld lebenden Künstler bekannt zu machen! Gelangen Sie hier zur Übersicht an Biografie, Ausstellungen, Auszeichnungen und Publikationen.

Museum goes Fernsehen: 1 Nacht, 60 Museen, 27 unbezahlte Sendeminuten

PR Museum

PR für’s Museum – dafür braucht es die richtige Mischung aus Leidenschaft, Wagemut und Fantasie. Knapp 30.000 Besucher verzeichnete die Lange Nacht der Museen in 60 teilnehmenden Häusern am 9. April 2016: ein Erfolg, den wir mit gezielter Pressearbeit mit herbeiführen und unbedingt widerspiegeln wollten.

Besonders beeindruckend war in diesem Jahr die begleitende Berichterstattung durch das Fernsehen: In insgesamt 27 unbezahlten Sendeminuten wurden das Programm der Häuser, Museumsdirektoren und Beteiligte über die modernen Mattscheiben verbreitet. Sat 1, NDR und Hamburg 1 berichteten vorab und live in lokalen und regionalen Nachrichtensendungen, Reiseformaten, Talkshows und Magazinen. Der Einfluss lässt sich dieses Jahr sozusagen direkt messen: Ob Dialog im Stillen, das Kaffeemuseum Burg oder das Deutsche Hafenmuseum – die Häuser, in denen vorab Drehteams waren, verzeichneten 2016 eindeutige Besucherrekorde.

Allüberall schöne Nachberichtchen seh ich mit goldenen Lichtlein blitzen…

Die breite und positive Nachberichterstattung freute die Veranstalter naturgemäß sehr: Überaus positiv bewertet Matthias Gretzschel über Hamburgs “Kultur-Party” im Hamburger Abendblatt. Begeistert berichten im Nachgang auch Hörfunk, Boulevardzeitungen und Onlinemedien über den Museumsmarathon: u.a. Radio Hamburg, ZEIT Online, BILD Zeitung und kultur-port.

Organisation der Pressekonferenz

Dass die PR-Strategie aufgehen würde, zeigte sich spätestens auf der sehr gut besuchten Pressekonferenz am 5.4.16 im Kaffeemuseum Burg. Von der Organisation bis zu den Rednern auf dem Podium lief es wie am Schnürchen. Bei der PK kam der diesjährige Schwerpunkt “Vermitteln” zum Zuge: Es galt, die barrierefreien und anderssprachigen Angebote in den Häusern herauszustellen und die sinnlichen Museumserlebnisse in den Vordergrund zu stellen. Die Medienvertreter kamen zuhauf, wer absagte, erhielt exklusive Termine und ein regionales Thema wie die Lange Nacht der Museen wurde plötzlich überregional auf FOCUS Online und im art magazin besprochen.

Viel Zeit für die ZEIT

Unser Auftrag bestand zudem im Schließen und Betreuen strategischer Medienpartnerschaften mit der Hamburger Morgenpost, dem Radiosender Hamburg ZWEI, dem ZEITVerlag, kultur-port und hamburg.de. Hier war Flexibilität gefragt: Mal Kommunikationsschnittstelle, mal Ideengeber, Verhandler oder auch Türöffner – unsere Funktionen variierten hier so sehr wie die am Ende ausgehandelten Kooperationen. Gut: mit den vereinbarten Leistungen waren der Museumsdienst Hamburg, die Stiftung Historische Museen und die Medienpartner am Ende gleichermaßen zufrieden.

Stolz dabei zu sein: PR Museum 4.0

Dieses Gefühl macht sich in uns nicht zuletzt in einer tollen Social-Media-Aktion breit, bei der wir den Museumsdienst unterstützten. Unter dem Hashtag #lndmhh konnten Besucher Fotos durch eine Schlüsselloch-Postkarte posten. Darauf: ihre persönliche Entdeckung oder ihr Lieblingsmoment dieser Museumsnacht. Die Wilhelmsburger Firma Hirn&Wanst produzierte daraus diesen rasanten Foto-Mitmach-Film, der am 14.4.16 online geht.

Planen Sie Ihre Museumsnacht: Programmheft zur Langen Nacht der Museen ist jetzt erhältlich

ausstellungskatalog

Richtig schön ist es geworden: Das Programmheft der Langen Nacht der Museen in Hamburg erscheint dieses Jahr zum ersten Mal im neuen Gewand. Ab heute erhält man das schmucke Pocketformat bei allen teilnehmenden Museen und an den Vorverkaufsstellen gratis zum Ticket dazu.

Wie viel Arbeit für alle Beteiligten in den 320 Seiten steckt, ist dem kompakten Katalog auf den ersten Blick nicht anzumerken. In enger Absprache mit dem Museumsdienst Hamburg, der Grafikagentur Blum Design, der Kultursenatorin, Medienpartnern wie Hamburg Zwei, dem ZEITverlag und der Hamburger Morgenpost, den beteiligten 60 Ausstellungshäusern und dem Hauptsponsor British American Tobacco waren wir für die Redaktion des Programmheftes verantwortlich.

Eine ordentliche Herausforderung, den Bedürfnissen sehr verschiedener Häuser gerecht zu werden: Deichtorhallen, Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe auf der einen Seite und Deutsches Zusatzstoffmuseum, Wälderhaus, Gedenkstätte Bullenhuser Damm oder den Museen des KomponistenQuartiers auf der anderen Seite! Aber der Einsatz hat sich gelohnt.

Noch übersichtlicher, noch prägnanter und für Laien gut verständlich: Das waren unsere Ziele für das begehrte Printprodukt in neuem Look. Die Museen sind bisher sehr zufrieden – die Rückmeldung der Besucher erwarten wir gespannt!

Aus rund 700 Veranstaltungen in 60 Häusern können Besucher der Langen Nacht am 9. April 2016 wählen und ihre individuelle Museumsnacht planen. Das geht natürlich auch online über die neu gestaltete, barrierefreie Website der Langen Nacht der Museen in Hamburg.

Big is beautiful! Comic-Lesung und Kindertrubel in der Grindelallee

Lesung Hamburg Kinder

Was für ein Start! 2016 beginnen wir mutig, hieß es in unseren Einladungen. Mit drei Veranstaltungen haben wir unser wunderbares Wachstum gefeiert und staunen, ehrlich gesagt, nun doch ein bisschen über den Erfolg: Zwei ausverkaufte öffentliche Veranstaltungen, glückliches Publikum, berauschte Künstler, verrückte Kinder und wärmste Berichterstattung in den Medien.

“Ein herrlicher Abend!” (NDR 90,3)

Den Auftakt machte der Bild-Text-Battle zwischen Liefka Würdemann, Till Laßmann und Stephan Lomp: “Ein herrlicher Abend!”, resümmierte Sven Barske auf NDR 90,3, dem Radiosender mit dem höchsten Marktanteil in Hamburg. “So ein freundliches, offenes und zugewandtes Publikum erlebt man selten”, befand Sven – wir können nur zustimmen.

Das Beste daran: 90% der Lesungsgäste kannten wir gar nicht! Nicht wenige sagten, sie hätte das Licht und die Schaufenster-Deko angelockt – das freut uns besonders, da wir mit der Ausstattung des leerstehenden Ladengeschäfts in der Grindelallee 117 erst einen Tag vorher begonnen hatten. Eine Besucherin stieg spontan aus dem Bus aus, nachdem sie Nils Reuckers Interview mit Anika Stracke in der taz gelesen hatte. Wie auch immer, dieser Start war furios und alle waren sich einig: Das hätte nicht besser sein können. Eigentlich konnte es nur noch schlechter werden. Aber es kam ganz anders.

Die riesigen Live-Wimmelbilder an den Wänden bildeten den witzigen Wandschmuck für unsere Netzwerkveranstaltung zwei Tage später. Es wurde gequatscht, genetzwerkt, erzählt, gelacht und – gekickert: Endlich wurde der brandneue Tischkicker eingeweiht! Dass es am Sonntag bei der Kinderveranstaltung “Schmand an die Wand!” mit Till Laßmann weniger beschaulich und vernünftig zugehen würde als beim Netzwerken unter Erwachsenen, war irgendwie klar.

Zuckerschock und Bunkerparty

Wie viele Familien sich bei ausnahmsweise sonnigem Winterwetter auf den Weg machen würden, konnten wir vorher nicht absehen. Aber der Laden füllte sich prompt ab 14:00 Uhr so, dass die Kinder ziemlich bald den bunkerähnlichen Keller entdeckten und unten eine wilde Gegenparty mit Ticken, Verstecken und Star Wars-Gesängen entstand… Gar nicht so schlecht, weil dann oben genug Platz und Ölkreiden waren, damit immer 10 Kinder gleichzeitig die Bilder ausmalen oder eigene Kreationen auf Packpapier an den Wänden erschaffen konnten. Es muss nicht immer Bio sein, fanden wir und servierten gratis Kuchen aus der Packung, Schokoküsse, Traubenzucker, Schokotaler und Waffeln. Resultat Zuckerschock: Der Krabbeltunnel für die Kleinsten wurde zum heißbegehrten Statussymbol auch für die Großen und fortan rollte, fiel und taumelte immer mindestens ein auf 2 Meter Länge angewachsenes Raupenungetüm durch den Laden und die Leute. Um 17:30 haben wir die letzten rausgeworfen, wir waren einfach fix und feddich.

Als wir abends die letzten Neonvögel von der Decke holten, die Quittenzweige nach Hause trugen und die neuen Newsletteranmeldungen eintrugen, kamen dann Erleichterung und Entspannung hoch. Jetzt hat uns das Tagesgeschäft wieder fest im Griff, aber wir sind ganz sicher: Das war so gut, das machen wir wieder! 2017 kommt bestimmt.

Unser Dank geht an alle, die da waren, an alle, die wir neu kennengelernt haben, an die Künstler für ihre Kunst, an die Medien, an die Hamburg Kreativ Gesellschaft für den wunderbaren Raum und an die Fotografen Claudia Höhne, Johannes & Solveigh Patett und Stefan Möhler.

Alles auf Anfang: Kultur. Konzept. Kommunikation. in der Grindelallee 117

Event Hamburg

Neues Jahr, neues Team, neue Website, neues Logo – 2016 beginnen wir mutig. Seit 2007 durchquert PR-Beraterin Anika Stracke die norddeutsche Kulturlandschaft. 2016 ist QUER-PR endgültig aus den Kinderschuhen raus und das wird gefeiert: Unter dem Motto KULTUR. KONZEPT. KOMMUNIKATION. finden vom 12.-17.01.2016 drei Veranstaltungen im Pop-up-Raum Grindelallee 117* statt – abends und tagsüber, mit Kollegen, Freunden, Partnern und Kindern.

Los geht’s am Dienstag, 12.1.16, mit dem

BILD-TEXT-BATTLE

LIEFKA WÜRDEMANN VS. TILL LAßMANN & STEPHAN LOMP. Die Lesebühnenautorin und Poetry Slammerin Liefka Würdemann tritt an gegen die Comiczeichner und Illustratoren Till Laßmann und Stephan Lomp. Text gegen Bild, Männer gegen Frauen, jeder gegen jeden! Liefka liest Geschichten über Wahnsinn, Wodka und Wacholder, dazu zeichnen Laßmann & Lomp live auf großen Papierbanderolen quer über die ganze Wand. Von links und rechts, von oben und unten kritzeln ihre Aquarellstifte aufeinander zu und ineinander rein – ein Live-Wimmelbuch für Erwachsene über den Wahnsinn des Lebens, bei dem man gar nicht weiß, wo man zuerst hingucken soll! Die bunten Aquarellstifte illustrieren das Wort nicht nur, sie kommentieren und pointieren es, so dass schließlich nicht eine, sondern immer mehrere Geschichten gleichzeitig erzählt werden. Dass dieses ganz eigene und sehr seltene Format verblüffend gut funktioniert, wissen wir durch Buchungen bei der Altonale und im Rialto Kino.
Liefka, Laßmann und Lomp – auch diese drei wissen, was sie tun! Liefka hat in den letzten 10 Jahren mehr als 500 Live-Auftritte in Deutschland absolviert, zwei Lesebühnen gegründet und im Team mit Johanna Wack den 5. Platz bei den Nationals 2015 gewonnen. Till Laßmann ist der Mann mit der schnellen Feder. Der freie Illustrator, Animator, Comic- und Event-Zeichner lebt in Hamburg und arbeitet in Europa.
Stephan Lomp lebt als freier Illustrator, Wimmelbuchautor und Comiczeichner in Düsseldorf. Er hat zig Bücher in Deutschland, Großbritannien, Polen und Frankreich veröffentlicht.

Mit den riesigen Papierbanderolen an den Wänden spannen wir den Bogen für die Kulturwoche in der Grindelallee: Denn nicht zuletzt entsteht so der Wandschmuck für den Relaunch-Netzwerkabend zwei Tage später!

VÖGELCHEN, FLIEG!

heißt es am Donnerstag, 14.1.16! Ab 19:30 Uhr sind 50 Freunde der Agentur, Partner, Journalisten, Kunden und Wegbegleiter eingeladen, um in kleiner, entspannter Runde den Relaunch der neuen Website zu feiern. Besonders freuen wir uns darauf, den verschiedenen Multiplikatoren der Hamburger Kultur unser erweitertes Team vorzustellen: die Beraterinnen Hanna Biresch und Johanna Kühne, die Kooperationspartner Verena von Bieberstein und Till Laßmann sowie die Buchhalterin Melanie Schuler.

“Ist das Kunst oder kann das weg?”

Bevor uns die Kreativgesellschaft zum Wandschmuck befragt, haben wir für Sonntag, den 17.1.16, nochmal schnell 15 Kinder zwischen 0 und 11 Jahren zur Aktion SCHMAND AN DIE WAND eingeladen. Die großformatigen „Live-Wimmelbilder“ vom Bild-Text-Battle mit Liefka Würdemann, Till Laßmann und Stephan Lomp hängen noch an den Wänden und werden dann den Kindern überlassen. Till zeigt den Kleinen gerne, wie sie mit Ölkreiden ausmalen. Und auf 100 Quadratmetern Raumfläche bleibt auch zum Toben genug Platz. Aber es geht bei dieser Veranstaltung nicht nur um die Kinder: Wie immer beim Kindermarketing haben wir auch die Eltern fest im Blick: “Mal ehrlich, die ganzen Abendveranstaltungen sind für junge Eltern doch vor allem kostspielig und aufwändig: Die Kinder müssen wegorganisiert werden, der Babysitter bezahlt und dann ist die Nacht auch noch kürzer als sowieso schon.”, weiß auch Agenturgründerin Anika Stracke. “Für uns sind in punkto Kultur, Event-PR und Kindermarketing deshalb Veranstaltungsformate richtig und wichtig, die auf Eltern und Kinder gleichermaßen eingehen.”

Drei Mal lassen wir in dieser Woche Kultur, Konzept und Kommunikation hochleben. Und das ist erst der Anfang. Das Jahr ist jung. Wir freuen uns drauf.

*Unser ausdrücklicher Dank für den tollen Raum geht an die Kulturbehörde Hamburg und die Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH: Der Pop-up-Raum in der Grindelallee 117 wird von der Kulturbehörde Hamburg und der Hamburg Kreativ Gesellschaft gefördert.